{"id":527,"date":"2019-06-25T12:54:36","date_gmt":"2019-06-25T10:54:36","guid":{"rendered":"https:\/\/wsoornbau.wordpress.com\/?page_id=527"},"modified":"2019-06-25T12:54:36","modified_gmt":"2019-06-25T10:54:36","slug":"entstehungsgeschichte-der-wso","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wso-ornbau.de\/?page_id=527","title":{"rendered":"Entstehungs-geschichte der WSO"},"content":{"rendered":"<h3>Eine kleine Chronik einer gar nicht so kleinen Abteilung<\/h3>\n<p>Die Gr\u00fcndungsversammlung fand am 1. Oktober 1980 im Nebenzimmer des Gasthauses Bengel statt. Dies verwundert in diesem Fall weniger, weil man unwillk\u00fcrlich denken mag: erst 1980 (wo doch die meisten Yachtclubs etc. ein eher w\u00fcrdiges oder gar ehrw\u00fcrdiges Alter kennzeichnet), als vielmehr deswegen, weil es damals kaum eine vern\u00fcnftige Wassersportm\u00f6glichkeit in der Region gab &#8211; erst 1985 wurde der Altm\u00fchlsee geflutet. Was war also in die Ornbauer gefahren? Das Ornbauer Vereinsleben konnte noch nie als ausged\u00f6rrt bezeichnet werden &#8211; regelm\u00e4\u00dfig feierte (und feiert) die Vereinsmeierei fr\u00f6hliche Urst\u00e4nd. Ein neuer Verein also nur weil man ihn noch nicht hat?<\/p>\n<p>Gesichert ist, da\u00df es die WSO schon gab, bevor der Altm\u00fchlsee existierte &#8211; sicher ist aber auch, da\u00df es die WSO trotzdem ohne den Altm\u00fchlsee nie gegeben h\u00e4tte. Dies bedeutet auch f\u00fcr unsere kleine vereinshistorische Abhandlung, da\u00df sie nicht erst mit dem 1. Oktober des Jahres 1980 beginnen kann, sondern zum besseren Verst\u00e4ndnis der Situation von damals ein Exkurs in die Entstehungsgeschichte des Fr\u00e4nkischen Seenlandes erforderlich ist.<\/p>\n<h3>Das Fr\u00e4nkische Seenland<\/h3>\n<p>Auch wenn heute kaum mehr dar\u00fcber gesprochen wird, so d\u00fcrfte jedermann klar sein, da\u00df die fr\u00e4nkischen Seen nicht die Idee eines r\u00fchrigen Fremdenverkehrsamtes oder -managers etc. gewesen ist. Der eigentliche Zweck dieses neu geschaffenen Seesystems ist es, Wasser, das mit der Altm\u00fchl eigentlich zur Donau flie\u00dfen w\u00fcrde umzuleiten in Richtung Norden und damit die Europ\u00e4ische Wasserscheide zu umgehen (genauer: zu &#8222;unterflie\u00dfen&#8220;). So kann es auf seinem Weg via Rhein-Main-Donau-Kanal, Main und Rhein bis in die Nordsee gelangen, statt in das Schwarze Meer.<\/p>\n<p>Auch dies ist nat\u00fcrlich noch kein Selbstzweck: Der eigentliche Sinn besteht darin, die h\u00f6chst unterschiedlichen wasserwirtschaftlichen Gegebenheiten zwischen Nordbayern (h\u00e4ufige Wasserknappheit) und S\u00fcdbayern (infolge hoher Niederschl\u00e4ge und ausgedehnter Grundwasserspeicher stehen je Bewohner in Niedrigwasserzeiten etwa ein Vierfaches der Wassermenge zur Verf\u00fcgung) auszugleichen.<\/p>\n<p>Dieser \u00fcberregionale Wasserausgleich dient \u00fcbrigens keineswegs in erster Linie der Trinkwasserversorgung, sondern einer Steigerung der Niedrigwasserabfl\u00fcsse in Regnitz und Main und damit einer Verbesserung der Gew\u00e4sserg\u00fcte. M\u00f6glicherweise wurde diese auch durch den Rhein-Main-Donau-Kanal sowie durch (Kern-)Kraftwerke und den damit jeweils verbundenen Wasserverbrauch beeintr\u00e4chtigt&#8230;<\/p>\n<p>Jedenfalls werden allj\u00e4hrlich ca. 25 Millionen cbm Wasser aus insbesondere dem Altm\u00fchlsee \u00fcbergeleitet in den Brombachsee und von dort in die Schw\u00e4bische, sp\u00e4ter Fr\u00e4nkische Rezat. Zusammen mit den 125 Millionen cbm Wasser aus der Donau, die via Rhein-Main-Donau-Kanal in den Rothsee gepumpt werden, flie\u00dft aus diesen beiden Seen das Aufh\u00f6hungswasser in das Maingebiet. Nebenbei: wenn man wei\u00df, da\u00df der Altm\u00fchlsee ein Volumen von etwa 13,9 Millionen cbm hat, so ergibt sich daraus rechnerisch, da\u00df der See etwa 2x j\u00e4hrlich v\u00f6llig leer flie\u00dfen m\u00fc\u00dfte. Indes sind die Wasserspiegelschwankungen de facto kaum von Bedeutung &#8211; jedenfalls nicht f\u00fcr die meisten Segler.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens stellen die Seen ein enormes Reservoir dar, das es auch erm\u00f6glicht, die allj\u00e4hrlichen und viel beklagten Hochwasser der Altm\u00fchl zu vermeiden. Insbesondere die Landwirtschaft beklagte sich dar\u00fcber, da\u00df die Felder und Wiesen so lange unter Wasser standen. In Ornbau gibt es viele H\u00e4user, die deshalb keinen Keller haben. Andererseits sind bereits wieder Klagen zu h\u00f6ren, da\u00df genau dies nicht mehr der Fall ist&#8230;<\/p>\n<p>Die Planungen begannen in den fr\u00fchen siebziger Jahren und hatten (nat\u00fcrlich!) erhebliche Widerst\u00e4nde zu \u00fcberwinden &#8211; stellte dieses Projekt doch einen erheblichen und irreversiblen Eingriff in gewachsene Strukturen der biologischen und sozialen Lebensraumes dar.<\/p>\n<p>So gesehen ist es schon bemerkenswert, da\u00df der Altm\u00fchlsee bereits 1985 existierte und sich &#8211; wie letztlich die gesamte artifizielle Seenlandschaft, nach allgemeinem Urteil &#8211; gut in die vorfindbaren Gegebenheiten einf\u00fcgt. Insbesondere unter wirtschaftlichen und sozialen Aspekten betrachtet, wird man heute feststellen m\u00fcssen, da\u00df dieser massive Eingriff sich eher positiv auswirkt.<\/p>\n<h3>Die Gr\u00fcndungsversammlung und die Monate zuvor<\/h3>\n<p>Interessant aus heutiger Sicht ist \u00fcbrigens schon die Person, die an diesem Abend federf\u00fchrend war: Es ist der noch immer (auf Felix Holzmanns Hailife) seglerisch recht aktive Heinz Walter. Er war damals 2. Vorsitzender des SV Ornbau 1947 e.V. und hatte in dieser Eigenschaft (sowie in Vertretung des damaligen 1. Vorsitzenden Manfried Pabst) zu dieser Versammlung eingeladen und die Leitung der Versammlung inne.<\/p>\n<p>Und er berichtete der Versammlung von den vorausgegangenen Aktivit\u00e4ten des Gesamtvereines sowie den Gr\u00fcnden f\u00fcr diese.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-531 alignleft\" src=\"https:\/\/wsoornbau.files.wordpress.com\/2019\/06\/gvorst01.gif\" alt=\"gvorst01\" width=\"314\" height=\"209\" \/>Sowohl der Zweckverband Altm\u00fchlsee als auch das Talsperrenbauamt und die Ortsplanungsstelle Mittelfranken standen Anregungen seitens der Vereine und Kommunen im Hinblick auf Freizeit- bzw. Sportanlagen aufgeschlossen gegen\u00fcber. Da\u00df es sich hierbei nur noch um die Detailplanung innerhalb des bereits teilweise umgesetzten Gesamtkonzeptes handeln konnte, war offensichtlich &#8211; aber nat\u00fcrlich auch v\u00f6llig hinreichend. Diese Mitsprachem\u00f6glichkeit und die M\u00f6glichkeit als eingetragener Verein (oder als Abteilung eines solchen) staatliche Zusch\u00fcsse zu erhalten waren ein wesentlicher Grund f\u00fcr die \u00dcberlegungen eine Wassersportabteilung zu gr\u00fcnden. Seitens der Planungsbeh\u00f6rden wurde umgekehrt erwartet, da\u00df neben der sp\u00e4teren Nutzung der entsprechenden Anlagen die Vereine auch zum Erhalt und Unterhalt ihre Beitr\u00e4ge leisten.<\/p>\n<p>Die Mitarbeit bei der Planung, wie auch die sp\u00e4tere Nutzung wollten die Ornbauer dann nicht alleine &#8222;den renommierten st\u00e4dtischen Yachtclubs&#8220; (Bericht- und Protokollbuch, S. 2) \u00fcberlassen. Man glaubte, als Verein mit damals ca. 400 Mitgliedern, der zudem unmittelbar vor Ort war, nicht abseits stehen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Anl\u00e4\u00dflich einer Vorstandssitzung des SVO im April 1980 wurde also entschieden, bei der anstehenden Mitgliederversammlung eine entsprechende Satzungs\u00e4nderung vorzuschlagen. Zwischenzeitlich wurde eine erste Interessentenversammlung durchgef\u00fchrt, die zwar entt\u00e4uschend besucht war, jedoch trotzdem zur Bildung einer f\u00fcnfk\u00f6pfigen Gruppe f\u00fchrte. Dieses Gremium sollte bis zur Mitgliederversammlung am 25. Juli 1980 die Interessen einer k\u00fcnftigen Wassersportabteilung wahrnehmen.<\/p>\n<p>Mitglied in diesem Gremium (der Keimzelle gewisserma\u00dfen des sp\u00e4teren WSO) war: Richard Bengel, Herbert Hanneder, Richard Rank (heute Skipper der Alcmona II), Manfred Riedm\u00fcller und Horst Wagner.<\/p>\n<p>Und sie war auch gleich recht aktiv, diese Gruppe:<\/p>\n<p>Gleich zwei Termine gab es mit dem Kanusportclub Ansbach. Einmal zu einem ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4ch in Ansbach und dann noch am Sonnensee mit &#8222;praktischen \u00dcbungen im Umgang mit Booten und Wasserkontakt&#8220; (Bericht- und Protokollbuch, S. 4) .<\/p>\n<p>Es bleibt ein Geheimnis dieser Gruppe wie und warum es zum &#8222;Wasserkontakt&#8220; kam, ob dieser h\u00e4tte vermieden werden k\u00f6nnen, wer das Opfer war und wer sich schuldig gemacht hat.<\/p>\n<p>Da\u00df es jedenfalls keine weitreichenden Folgen gehabt haben kann, ergibt sich schon aus dem Umstand, da\u00df dieses F\u00fcnfer-Gremium dar\u00fcber hinaus diverse Termine mit den Planungspartnern (z. B. Zweckverband, Talsperrenbauamt, Seenberatungsstelle) wahrgenommen hat. Deutlich wurde dabei insbesondere, da\u00df zur Sicherung einer eigenen Bootsanlegestelle der Verein unbedingt aktiv werden mu\u00dfte.<\/p>\n<p>In der Mitgliederversammlung stellte der Sprecher der Gruppe, Horst Wagner, Sinn und Zweck, M\u00f6glichkeiten und Notwendigkeiten einer Wassersportabteilung dar. Auf dieser Grundlage diskutierte die Vollversammlung des SVO das F\u00fcr und Wider und entschied schlie\u00dflich die Satzung dahingehend zu \u00e4ndern, da\u00df es k\u00fcnftig eine Wassersportabteilung innerhalb des SVO geben sollte. Der 1. Abteilungsleiter w\u00fcrde qua Amt Mitglied des Vorstandes des SVO sein, umgekehrt h\u00e4tte der 1. Vorsitzende des SVO Sitz und Stimme in den Vorstandssitzungen der Abteilung.<\/p>\n<p>Dem SVO-Vorstand wurde der Auftrag erteilt eine Gr\u00fcndungsversammlung vorzubereiten und durchzuf\u00fchren. Eine Arbeitsgruppe (G\u00fcnther Olschenka, Richard Rank, Horst Wagner und Heinz Walter) tagte um einen Entwurf der Satzungen zu erstellen und mit dieser Grundlage ein weiteres Mal in einer gemeinsamen Sitzung mit dem F\u00fcnfer-Gremium.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-533 alignleft\" src=\"https:\/\/wsoornbau.files.wordpress.com\/2019\/06\/gmitgl01.gif\" alt=\"gmitgl01\" width=\"320\" height=\"240\" \/>Am Tag der Gr\u00fcndungsversammlung (1.10.1980) wurde die Satzung von allen Anwesenden angenommen.<\/p>\n<p>Die anschlie\u00dfenden Wahlen zum Abteilungsvorstand f\u00fchrten zu den Resultaten, wie im Kasten dargestellt.<\/p>\n<p>Die Aufnahmegeb\u00fchr wurde f\u00fcr eine Vollmitgliedschaft auf DM 50.00 festgesetzt, Ehegatten und Jugendliche unter 18 Jahren blieben dann geb\u00fchrenfrei. Der Jahresbeitrag belief sich auf DM 20.00 (resp. DM 10.00).<\/p>\n<p>Der Verein war gegr\u00fcndet. Er hatte 19 Mitglieder.<\/p>\n<h3>Aktivit\u00e4ten der fr\u00fchen Jahre<\/h3>\n<p>Da das k\u00fcnftige Segelrevier noch nicht existierte, galt es zun\u00e4chst alternative sportliche Aktivit\u00e4ten zu entfalten.<\/p>\n<p>Von Anfang an organisierte \u00fcbrigens der damalige Sportwart Richard Rank das winterliche Eisstockschie\u00dfen &#8211; eine Sportart, der die Ornbauer Segler bis heute mit gro\u00dfem Enthusiasmus in der kalten Jahreszeit fr\u00f6nen.<\/p>\n<p>Im Sommer fanden &#8211; z.T. noch bei Hochwasser &#8211; die ersten Bootsfahrten und Bootswanderungen derKanuten statt. In den ersten Jahren wurden diese gemeinsamen Wanderfahrten von Karl Eischer (danach: Herbert Dienst) organisiert und er wei\u00df noch heute von spektakul\u00e4ren Kenterungen (z. Teil ganzer Familien) zu berichten. Die langen Arme am Ende eines Paddeltages, weil &#8222;irgendjemand&#8220; die Autos in zu gro\u00dfer Entfernung geparkt hatte, sind noch heute Stammtischgespr\u00e4ch. Das Revier dieser &#8222;seefahrerischen&#8220; Aktivit\u00e4ten fand dabei seine Grenzen keineswegs an den Ufern der Altm\u00fchl oder sp\u00e4ter des Zuleiters, sondern erstreckte sich in manchen Jahren auf Main, Donau , Pegnitz und selbst Ardeche und Dordogne waren vor den Ornbauer Wassersportlern in diesen Jahren nicht sicher.<\/p>\n<p>In dieser grauen Vorzeit war es schon Brauch zur Gunzenhausener Kirchweih per Boot zu gelangen. Soweit Altm\u00fchl oder der Zuleiter benutzt wurden, sicherlich eine reizvolle Angelegenheit (jedenfalls f\u00fcr die Hinfahrt!). Der noch nicht wirklich existierende Altm\u00fchlsee stellte jedoch g\u00e4nzlich unseem\u00e4nnische Anforderungen an die k\u00fcnftigen Segelhelden: \u00fcber weite Strecken mu\u00dften die Boote durch Schlamm, Pf\u00fctzen etc. gezogen werden. So richtig &#8222;landfein&#8220; k\u00f6nnen die Altm\u00fchlsee\u00fcberquerer danach eigentlich nicht ausgesehen haben &#8211; angeblich existieren auch keine Photos von diesen heldenhaften Expeditionen&#8230;<\/p>\n<p>Aber gesegelt wurde in dieser Zeit auch schon &#8211; und keineswegs nur in fernen Revieren: Der Dennenloher See, der Zuleiter und sogar die Altm\u00fchl selbst wurden rege genutzt durch die fr\u00fchen Schiffe der Vereinsflotte wie z. B. Alcmona I, Archaeopteryx und wie sie alle hie\u00dfen. Wenn man diese &#8222;Segelreviere&#8220; kennt, so leuchtet schnell ein, da\u00df schnelle (schnellste!) Man\u00f6ver, die auch nicht mi\u00dflingen sollten, unabdingbar sind. Und es leuchtet auch ein, da\u00df diejenigen, die durch diese Schule gingen und noch heute segeln, in Regatten vorne mitsegeln.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, Abenteuer galt es auch schon zu bestehen. So erz\u00e4hlt man sich, da\u00df es Manfred Riedm\u00fcller vorbehalten blieb auf einen Streich beim Anlegen resp. Aussteigen eines Crew-Mitgliedes sein Schiff derart zu kr\u00e4ngen, da\u00df der Mast auf den Steg krachte und brach. Das abgebrochene Masttopp erwischte noch einen ahnungslosen und g\u00e4nzlich unschuldigen Schwimmer auf der anderen Stegseite. Dieser Schwimmer versank in den Fluten des Dennenloher Sees und tauchte erst nach bangen Sekunden an anderer Stelle &#8211; relativ unverletzt &#8211; wieder auf. \u00dcber den sich vermutlich anschlie\u00dfenden Austausch von H\u00f6flichkeitsfloskeln und des gegenseitigen Ausdrucks h\u00f6chster Wertsch\u00e4tzung ist leider nichts \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Rudi Scheurich (Green Flash), seines Zeichens immerhin Sportwart der WSO, brachte einige Jahre sp\u00e4ter, fast ein \u00e4hnliches Kunstst\u00fcck zustande. Zwar verzichtete er am Altm\u00fchlsee darauf, unbekannte Schwimmer mit dem Masttopp erschlagen zu wollen, doch die Kenterung eines Schiffes in der Box(!) verlangt durchaus auch einiges Geschick.<\/p>\n<h3>Das &#8222;D\u00e4mmlafest&#8220;<\/h3>\n<p>Am 16. August 1981 fand es zum ersten Mal statt, das nun schon traditionelle (vielleicht gar: legend\u00e4re) Wassersportfest der WSO. Schon damals \u00fcbrigens in recht \u00e4hnlicher Form wie noch heute. Anfangs hie\u00df es auch noch Wassersportfest &#8211; das hatte zwar den Vorteil, da\u00df jedermann wu\u00dfte wie man das schreibt und was es bedeutet, doch hat sich D\u00e4mmla-, D\u00e4mmle- oder D\u00e4mlafest m\u00fcndlich durchgesetzt. Wer kommt schon in die Verlegenheit es schreiben zu m\u00fcssen und um die Bedeutung wissen die Einheimischen sowieso: Es handelt sich beim Ort des Festes um die Reste einer Sicherung gegen die (Hoch-)Wasser der Altm\u00fchl &#8211; ein Damm eben.<\/p>\n<p>Auch wenn, offen gesagt, die urspr\u00fcnglichen Beweggr\u00fcnde, ein solches Fest zu etablieren, seitens der damaligen Vorstandschaft ganz profan haupts\u00e4chlich finanzieller Natur waren &#8211; es sollte eine Einnahmequelle f\u00fcr die Segler erschlossen werden -, so war doch rasch zu erkennen, da\u00df der Verein hier auch einem sozialen Bed\u00fcrfnis entgegenkam, das weit \u00fcber den Verein hinausreichte. 1997 fand das Fest nun zum 17. Mal statt &#8211; mit Rekordbesuch und Rekordumsatz. Daran haben zweifellos Ornbaus Seglerinnen (und\/oder die Frauen der Segler der WSO) einen erheblichen Anteil: der nachmitt\u00e4gliche Kaffee und Kuchen ist zuweilen sogar der einzige Anla\u00df f\u00fcr Ortsfremde sich zum wiederholten Male an diesem lauschigen Pl\u00e4tzchen niederzulassen. Qualitativ und bez\u00fcglich der Vielseitigkeit werden die Kuchen und Torten der Ornbauer Frauen schon immer allen Anspr\u00fcchen gerecht, ja, genie\u00dfen einen geradezu legend\u00e4ren Ruf. Quantitativ blieben zumindest 1997 W\u00fcnsche offen: um 14.30 Uhr war von den ca. 25 Kuchen und Torten kein Kr\u00fcmel mehr zu ergattern! Und dies bei einem &#8222;offiziellen&#8220; Beginn des Festes um 14.00 Uhr. Wie noch zu erfahren war, konnten Experten (also jene, mit mehr als 5 St\u00fccken in k\u00fcrzester Zeit) wieder nur in den h\u00f6chsten T\u00f6nen loben (&#8222;Wollte eigentlich h\u00f6chstens ein St\u00fcck probieren&#8230;&#8220;). Das Publikum ist erfreulich gemischt und oft genug kommt schon morgens nach der Messe die ersten \u00e4lteren Herrschaften oder eine kleine Gruppe &#8211; und dann wird zaghaft nachgefragt, ob es denn schon los ginge. Meist geht es dann auch schon &#8222;ausnahmsweise&#8220; los&#8230;<\/p>\n<p>Den ganzen Tag \u00fcber gibt es dann f\u00fcr alle die M\u00f6glichkeit mit Kajaks oder Kanus auf der Altm\u00fchl seine wassersportlichen F\u00e4higkeiten zu erproben und anhand des Zustandes der Boote festzustellen, da\u00df die WSO l\u00e4ngst eine Seglervereinigung und keine Wassersportabteilung geworden ist. Sei\u00b4s drum, die Boote sind p\u00fcnktlich zum D\u00e4mmlafest in guter Verfassung, erf\u00fcllen ihren Zweck und am Abend, bei der n\u00e4chtlichen Lampionfahrt auf der Altm\u00fchl, unter der Br\u00fccke hindurch und am D\u00e4mmla vorbei kriegt sowieso jeder seinen romantisch verkl\u00e4rten Blick.<\/p>\n<p>Und weil das alles so ist, findet das D\u00e4mmlafest Jahr f\u00fcr Jahr statt, stets bei bestem Wetter, mit wachsender Beliebtheit in immer weiteren Bev\u00f6lkerungskreisen &#8211; nunmehr auch mit einer Ank\u00fcndigung in Presse und Funk. Und dies alles obwohl es sich finanziell f\u00fcr die WSO eigentlich gar nicht lohnt &#8211; oder doch?<\/p>\n<h3>Der Altm\u00fchlsee &#8211; ein Segelrevier entsteht<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-534 alignleft\" src=\"https:\/\/wsoornbau.files.wordpress.com\/2019\/06\/steg01.jpg\" alt=\"steg01\" width=\"295\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/wso-ornbau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/steg01.jpg 388w, https:\/\/wso-ornbau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/steg01-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/>Vermutlich war die Archaeopteryx von Franz Rank das erste, sicher jedoch eines der ersten &#8222;richtigen&#8220; Segelschiffe der WSO, das zu Wasser gelassen wurde und noch heute gesegelt wird. Allerdings nicht auf dem See selbst, sondern noch bei Gern auf dem Zuleiter, wo es auch ankerte und pfiffig gegen unerw\u00fcnschte Zugriffe gesichert war. Der Altm\u00fchlsee selbst war, wie man sich erz\u00e4hlt auch noch gegen den Zugriff der Segler &#8222;gesichert&#8220;: die erste Slipanlage wurde derart steil angelegt, da\u00df angeblich das eine oder andere Auto ebenfalls im See landete.<\/p>\n<p>Noch im selben Jahr machten die ersten Mitglieder einen gemeinsamen Kurs zum Sportbootf\u00fchrerschein Binnen, die Praxis fand dabei am Kleinen Brombachsee 1986 statt. Dabei waren damals u.a.: Ludwig Beyer, Konrad Dietlein, Felix Hoffmann, Helga Lechner, Rudi Scheurich, Werner Schuster.<\/p>\n<p>Vor\u00fcbergehend existierten auch einige vereinseigene Boote. Das waren Kajaks oder Kanus und sogar Segelboote z\u00e4hlten dazu. Asterix, Idefix und Sunflower sollen stellvertretend genannt werden &#8211; sie existieren allesamt nicht mehr, jedenfalls nicht als Vereinsboot. Offensichtlich wurden sie zu wenig genutzt, von den falschen Personen genutzt und stets zu wenig gepflegt und so erschien ein Verkauf als sinnvollste (und friedlichste) L\u00f6sung. Nur mit der Jugendarbeit tut man sich jetzt auch aus diesem Grunde etwas schwer.<\/p>\n<h3>Vereinsstander<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-61 alignleft\" src=\"https:\/\/wsoornbau.files.wordpress.com\/2018\/03\/wso-klein.jpg\" alt=\"wso klein\" width=\"101\" height=\"74\" srcset=\"https:\/\/wso-ornbau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/wso-klein.jpg 101w, https:\/\/wso-ornbau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/wso-klein-100x74.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 101px) 100vw, 101px\" \/>Nat\u00fcrlich darf kein Verein, erst recht kein Segelverein ohne Vereinsstander sein. Anl\u00e4\u00dflich der (au\u00dferordentlichen) Mitgliederversammlung der WSO am 30.12.1988 wurde deshalb u. a. \u00fcber einen solchen entschieden. Zwei Vorschl\u00e4ge lagen vor: einmal von Heinz Walter sowie ein weiterer von Horst Wagner. Nach l\u00e4ngerer Diskussion entschied man sich schlie\u00dflich einstimmig f\u00fcr den Vorschlag von Horst Wagner. Seitdem ziert dieser so manches T-shirt oder M\u00fctze und ist zudem an der einen oder anderen Saling zu finden. Und ganz selbstverst\u00e4ndlich: Der Vereinsstander prangt auch auf dem Titelblatt des Jahresberichtes.<\/p>\n<p>Symbolisch findet sich im Stander sowohl der Hinweis auf die &#8222;Bischofsstadt&#8220; Ornbau (der Hinweis auf die &#8222;Pinselstadt&#8220; Ornbau w\u00e4re mit Blick auf das dienst\u00e4lteste Vorstandsmitglied der WSO jedoch fast genauso berechtigt gewesen, findet sich auch bereits auf der Firmen-Visitenkarte) als auch durch die drei roten Segel , darauf, da\u00df Ornbau eine fr\u00e4nkische Stadt ist. Das blaue Kreuz sollte keine falschen Assoziationen wecken &#8211; das ist die gro\u00dfe Sorge der Vereinsmitglieder. Sie, die Sorge, wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit (Seglerstammtisch und sonstige Feierlichkeiten) vehement bek\u00e4mpft. Nein, es geht wahrlich nicht um &#8222;Blaukreuzler&#8220; in unserem Verein. Es sollte mit diesem Symbol vielmehr dargestellt werden, da\u00df man sich der christlichen Seefahrt verpflichtet f\u00fchlt &#8211; was auch immer das ist.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist der korrekte Ort zur F\u00fchrung des Vereinsstanders der Masttop, da dieser inzwischen meist mit Antennen, Windme\u00dfeinrichtungen etc. belegt ist, streiten die Gelehrten \u00fcber die Frage, ob der richtige Platz eher unter der Steuerbord- oder der Backbordsaling sei. M. E. wird Steuerbordsaling h\u00e4ufiger vertreten&#8230;<\/p>\n<h3>Drei Vereine &#8211; ein Seglerheim<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-536 alignleft\" src=\"https:\/\/wsoornbau.files.wordpress.com\/2019\/06\/seglerh1.jpg\" alt=\"seglerh1\" width=\"295\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/wso-ornbau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/seglerh1.jpg 513w, https:\/\/wso-ornbau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/seglerh1-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/>F\u00fcr Karl Eischer, dem damaligen Abteilungsleiter der WSO, war es das zentrale Anliegen dieser Jahre, dem Verein ein Seglerheim in unmittelbarer Seen\u00e4he, zu sichern. Die ersten diesbez\u00fcglichen Gespr\u00e4che f\u00fchrte er dann auch bereits zum Zeitpunkt der Errichtung der Anlagen rund um den See. Wiederholt wurde Eischer damals vorstellig in Ansbach und Schlungenhof. Beharrlich meldete er gegen\u00fcber dem Zweckverbandsvorsitzenden (damals: Willi Hilpert) die Anspr\u00fcche der Ornbauer Segler an. Einen ersten Erfolg konnte er auch insofern erzielen, als der WSO zun\u00e4chst die Geb\u00e4ude in Gern zu diesem Zweck angeboten wurden. Zwar wurde dieses Angebot abgelehnt, weil mit diesem Geb\u00e4ude kein Seezugang verbunden war und ganz offensichtlich der WSO nicht zwei (eines dann am See) kleinere H\u00e4user zur Verf\u00fcgung gestellt w\u00fcrden. Karl Eischer und seine damaligen Mitstreiter lie\u00dfen sich nicht entmutigen, sie intervenierten st\u00e4ndig beim Zweckverband und nahmen auch Kontakt zu den Nachbarvereinen auf um gemeinsame Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Lange, fast endlose Verhandlungen, ebensolche Briefwechsel und Telephonate pr\u00e4gten die Arbeit Eischers f\u00fcr den Verein. So galt es u. a. mit den anderen Vereinen den jeweiligen rechtlichen Status, die Kostenbeteiligungen und Selbst\u00e4ndigkeiten abzukl\u00e4ren. Auch mit der WAB gab es in dieser Zeit intensive Gespr\u00e4che \u00fcber ein gemeinsames Haus in Schlungenhof.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Planung und Ausschreibung f\u00fcr das Seglerheim der Vereine aus Arberg (SSCAA), Wald (SSCW) und Ornbau (WSO) hatte ein Volumen von DM 1,7 Millionen &#8211; und mu\u00dfte aus finanziellen Gr\u00fcnden gestoppt werden. Es kam schlie\u00dflich zu einer weiteren Version (mindestens drei soll es gegeben haben) in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von DM 750 000.\u2014sowie einer Eigenleistung der drei betroffenen Vereine von DM 60 000.&#8211;.<\/p>\n<p>1994 jedenfalls konnte das Seglerheim eingeweiht werden &#8211; von den Ornbauer Vereinsmitgliedern wurden dabei insgesamt stolze 787 Arbeitsstunden als Eigenleistung eingebracht.<\/p>\n<p>G\u00fcnther Feuchtmeier hat dann 1995, zusammen mit seiner Frau, das Seglerheim in gastronomischer Hinsicht \u00fcbernommen und zur vollsten Zufriedenheit aller bis zum Ende der Saison gef\u00fchrt. Leider war ihm eine Fortsetzung dieser T\u00e4tigkeit, krankheitsbedingt nicht m\u00f6glich. Wir freuen uns, ihn, zwischenzeitlich weitgehend genesen, gelegentlich des einen oder anderen Festes wieder zu sehen.<\/p>\n<p>Seit der Saison 1996 ist das Seglerheim in den H\u00e4nden &#8222;der M\u00e4dels&#8220;, wie sie &#8211; unpassend, aber durchaus nett gemeint &#8211; h\u00e4ufig genannt werden. Gemeint sind die Damen Gerdi Frank, Helga Nagler und Doris Str\u00f6hlein, die das Seglerheim zu neuen kulinarischen H\u00f6hen f\u00fchrten ohne die Preise dabei nachziehen zu lassen. Es macht einfach Spa\u00df am Wochenende sich\u00b4s im Seglerheim wohl sein zu lassen, ein reichhaltiges, wohlschmeckendes und preisg\u00fcnstiges Mittagessen zu sich zu nehmen und sich schon auf den Nachmittagskaffee zu freuen. Dieser ist f\u00fcr viele und sehr h\u00e4ufig mit dem gro\u00dfen Risiko verbunden statt &#8222;Kein Kuchen, danke!&#8220; zwei, drei oder noch mehr St\u00fccke zu essen. Die Kuchen und Torten sind schon von geradezu legend\u00e4rer Qualit\u00e4t&#8230;<\/p>\n<p>Um so tragischer \u00fcbrigens f\u00fcr die WSO (und auch die beiden anderen Vereine) und deren G\u00e4ste, wenn sich die drei Damen nicht mehr umstimmen lie\u00dfen und ihren Entschlu\u00df, ab 1998 nicht mehr zur Verf\u00fcgung zu stehen, nicht mehr revidieren w\u00fcrden.<\/p>\n<h3>Regattaaktivit\u00e4ten der WSO<\/h3>\n<p>Eindeutig belegt (im Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 25.11.1989) ist eine Vereinsregatta Anfang Juni 1989. Ob dies tats\u00e4chlich das erste diesbez\u00fcgliche &#8222;Lebenszeichen&#8220; der WSO war, kann bezweifelt werden. Der Siegerurkunde (Franz Rank siegte) zufolge war es n\u00e4mlich bereits die zweite Vereinsregatta (auch die erste, vermutlich also 1988, soll von der Archaeopteryx, mit Franz Rank als Skipper, gewonnen worden sein). Da\u00df die damalige Regattaleitung noch ein wenig unerfahren, jedenfalls zu langsam war, belegt \u00fcbrigens eindrucksvoll der Umstand, da\u00df der sp\u00e4tere Sieger vergeblich nach einer Ziellinie Ausschau hielt. Das Zielschiff mitsamt der Regattaleitung war noch nicht auf ein Ende der Wettfahrt eingerichtet&#8230; Langweilig war die Wismeth-Regatta, wie sie heute hei\u00dft, eigentlich nie. Nur die Siegernamen \u00e4nderten sich so selten, die Nachnamen noch seltener: in den ersten f\u00fcnf Jahren hie\u00df der Sieger zweimal Franz Rank und dreimal Richard Rank<\/p>\n<p>Den wahrscheinlich ersten gro\u00dfen segelsportlichen Erfolg auf dem Altm\u00fchlsee errang Richard Rank auf der Alcmona II (Franz D\u00f6rr und Franz Rank waren die Crew-Mitglieder ) mit seinem Sieg 1986 bei der ersten Zehnstunden-Regatta. Zielschiff und Regattaleitung waren rechtzeitig zugegen &#8211; was sich zweifelsohne durch die lange Vorbereitungszeit von fast 10 Stunden erkl\u00e4ren l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>1995 nahmen dann einige Crews (Alcmona II, HAI Energy, Knock out II) der WSO am Shark World Cup in Friedrichshafen und am Shark Euro Cup in Immenstaad teil und die Alcmona II (Richard und Franz Rank, Felix Holzmann) tat dies auch 1996 in Kingston, Kanada. Da\u00df dies sehr lehrreiche Unternehmungen waren, konnte man z. B. beim Deutschland Cup 1996 am Altm\u00fchlsee beobachten, wo sich die WSO mehr als achtbar schlug.<\/p>\n<h3>Personelle Entwicklungen in der WSO<\/h3>\n<p>Ohne den Beitrag anderer zur Entwicklung der WSO schm\u00e4lern zu wollen, kann gesagt werden, da\u00df es bislang vor allem zwei Personen waren, die in besonderer Weise und Dauer Einflu\u00df genommen haben: Karl Eischer, der von 1982 bis 1994 die Geschicke an der Spitze der Abteilung bestimmte (in dieser Zeit tempor\u00e4r auch andere \u00c4mter mit verwaltete und in den Jahren zuvor bereits als Kassier fungierte) und Richard Rank, seit 1994 erster Abteilungsleiter und von den Anf\u00e4ngen an im Vorstand und zuvor bereits Mitglied in anderen (vor-)entscheidenden Gremien.<\/p>\n<p>Kontinuit\u00e4t scheint \u00fcberhaupt ein Kennzeichen der Abteilung zu sein: in 17 Vereinsjahren gab es bislang lediglich drei 1. Abteilungsleiter, ebenso viele Schriftf\u00fchrer, vier Schatzmeister und 2. Abteilungsleiter. Sportwarte gab es sogar nur zwei (Richard Rank und Rudi Scheurich), doch ist hier ein &#8222;Interregnum&#8220; von 1986 bis 1992 zu beklagen.<\/p>\n<p>Neunzehn Gr\u00fcndungsmitglieder waren es am 1.10.1980. Siebzehn Jahre sp\u00e4ter hat sich die Zahl der Mitglieder vervierfacht. Von den Gr\u00fcndungsmitgliedern kann man noch heute fast alle zumindest gelegentlich im Verein sehen &#8211; einen ernsthaft vollzogenen Austritt gibt es de facto nur einen. Mit Trauer haben wir allerdings des 1996 verstorbenen Gr\u00fcndungsmitgliedes G\u00fcnther Olschenka zu gedenken.<\/p>\n<p>Der Einzugsbereich dieses durchaus d\u00f6rflichen Vereines (Ornbau ist eine Stadt!) ist ganz enorm inzwischen &#8211; wir haben uns l\u00e4ngst an die ausw\u00e4rtigen Kfz-Kennzeichen (z.B. KA, LB, S, HDH, W\u00dc, WI oder ER) gew\u00f6hnt, dies sind keineswegs die passiven Mitglieder im Verein. Und wenn man andere soziodemograhische Merkmale nimmt, sei es Alter, Bildung, Einkommen, Geschlecht, Beruf, Status&#8230;wir k\u00f6nnen erfreut zur Kenntnis nehmen, da\u00df sich eine gute Mischung ergeben hat, da\u00df die ganze Bandbreite genutzt wird, da\u00df miteinander geredet und gesegelt wird.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es &#8211; wie in jedem Verein &#8211; einen harten Kern von Mitgliedern, die sich verantwortlich f\u00fchlen und sich engagieren. Auch bei uns l\u00e4\u00dft sich dieser mit der Formel &#8222;Vorstandschaft plus x&#8220; beschreiben, wobei das x f\u00fcr jene stehen mag, die sich &#8222;ohne Amt und W\u00fcrden&#8220; engagieren. Vielleicht unterscheiden wir uns von anderen Vereinen nicht nur durch eine r\u00fchrige Vorstandsetage sondern insbesondere durch das deutlich gr\u00f6\u00dfere X .<\/p>\n<p>Trotzdem sei &#8211; Ehre, wem Ehre geb\u00fchrt &#8211; die gegenw\u00e4rtige Vorstandschaft noch einmal namentlich erw\u00e4hnt, denn sie ist wesentlich verantwortlich f\u00fcr das Erscheinungsbild des Vereins in der Gegenwart &#8211; zumal die meisten von ihnen schon viele Wahlperioden hinter sich gebracht haben:<\/p>\n<p>Autor: Prof. Dr. Peter K. Warndorf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kleine Chronik einer gar nicht so kleinen Abteilung Die Gr\u00fcndungsversammlung fand am 1. Oktober 1980 im Nebenzimmer des Gasthauses Bengel statt. Dies verwundert in diesem Fall weniger, weil man unwillk\u00fcrlich denken mag: erst 1980 (wo doch die meisten Yachtclubs etc. ein eher w\u00fcrdiges oder gar ehrw\u00fcrdiges Alter kennzeichnet), als vielmehr deswegen, weil es damals &hellip; <a href=\"https:\/\/wso-ornbau.de\/?page_id=527\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Entstehungs-geschichte der WSO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-527","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wso-ornbau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wso-ornbau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wso-ornbau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wso-ornbau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wso-ornbau.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wso-ornbau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/527\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wso-ornbau.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}